Bildungsprämie

Die Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung

Um mehr Menschen für die berufliche Weiterbildung zu mobilisieren, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm Bildungsprämie eingeführt. Nutznießer dieses Programms sollen vor allem diejenigen sein, die bisher aufgrund ihres Einkommens die Kosten einer Weiterbildungsmaßnahme nicht tragen konnten.

Akkordeon

Prämiengutschein

Die Bundesregierung will den Stellenwert der Weiterbildung erhöhen und mehr Menschen für die berufliche Weiterbildung mobilisieren. Durch finanzielle Anreize sollen Erwachsene zur individuellen Finanzierung von Weiterbildung motiviert und befähigt werden. Die Bildungsprämie bietet drei Finanzierungskomponenten zur Finanzierung von individueller, beruflicher, nicht betrieblicher Weiterbildung.

Der Prämiengutschein ist eine schriftliche Zusage, dass ein Teil der Kosten Ihrer beruflichen Weiterbildung übernommen wird. Sie können den Prämiengutschein einmal jährlich unbürokratisch und schnell in einem Beratungsgespräch erhalten und bei einem Bildungsträger (z. B. bei der AaTeuM GmbH) einlösen.

Wichtig: Der Prämiengutschein deckt 50% der Weiterbildungskosten ab, aber nur bis zu einem Höchstbetrag von 500,- €. Den Restbetrag müssen Sie selbst aufbringen.

Wer erhält den Prämiengutschein?

Den Prämiengutschein können Erwerbstätige erhalten, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen derzeit 25.600,– € (bzw. 51.200,– € bei gemeinsamer Veranlagung) nicht übersteigt. Aber auch Berufsrückkehrer/innen oder Mütter und Väter in Elternzeit können einen Prämiengutschein bekommen.

Bitte beachten Sie, dass der Prämiengutschein vor Beginn des Lehrgangs beantragt werden muss.

Weiterbildungssparen

Das Weiterbildungssparen ist ein weiterer Bestandteil der Bildungsprämie. Mit dem „Weiterbildungssparen“ wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) eine Entnahme aus dem angesparten Guthaben erlaubt, um damit eine Weiterbildung zu finanzieren.

Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren.

Wer ist berechtigt, einen Antrag zu stellen?

Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben Beschäftigte bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze. Je nach Anlageform darf das jährlich zu versteuernde Einkommen
von Alleinstehenden 17.900,– € bei Bausparverträgen und 20.000,– € bei Anlagen in sogenanntem
Produktivkapital wie z. B. Wertpapieren nicht übersteigen. Bei gemeinsamer Veranlagung liegen die Einkommensgrenzen je nach Anlageform bei 35.800,– € bzw. 40.000,– €.

Wichtig: Anders als beim Prämiengutschein kann ein Spargutschein auch dann noch beantragt werden, wenn die Maßnahme bereits begonnen hat. Ebenso kann der Spargutschein mit anderen Fördermaßnahmen kombiniert werden, z. B. mit dem Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen oder dem Qualifizierungsscheck Hessen. Auch eine Kombination mit dem Prämiengutschein ist möglich.

Weiterbildungsdarlehen

Mit dem Weiterbildungsdarlehen gewähren öffentlich-rechtliche Banken dem Antragsteller einen Kredit, um eine geplante Weiterbildung zu finanzieren. Das Weiterbildungsdarlehen gilt für alle Personen unabhängig von der Höhe des Einkommens oder der Einkommensform. Mit diesem Darlehen können auch teure Weiterbildungen durch staatliche Banken oder Sparkassen zu günstigen Konditionen finanziert werden.

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