Meister-BAföG

Nicht nur für Meister!

Bis zu 15.000,– € Unterstützung vom Staat

BAföG: Diese finanzielle Unterstützung gab es früher nur für Hochschulstudenten oder Schüler. Jetzt können auch Berufspraktiker ihren Lehrgang komplett über BAföG finanzieren, und zwar über das sogenannte Meister-BAföG.

Für Aufstiegsfortbildungen und zur Existenzgründung

Grundsätzlich richtet sich die Gewährung des Meister-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Das Ziel ist es, Berufspraktiker bei einer beruflichen
Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen bzw. sie zu Existenzgründungen zu ermuntern. Aufgrund dieser Ziele ist die Vergabe des MeisterBAföG an bestimmte Voraussetzungen gebunden.

Akkordeon

Für welche Lehrgänge können Sie Meister-BAföG beantragen?

Sie können das Meister-BAföG für fast alle Lehrgänge beantragen, die auf öffentlichrechtliche Abschlüsse oder auf gleichwertige Prüfungen nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Dazu zählen:

  • IHK-Abschlüsse (beispielsweise Industriemeister/in Metall IHK)
  • HWK-Abschlüsse (beispielsweise Handwerkmeister/in Metall oder Elektro)
  • Staatliche Prüfungen (beispielsweise technischer Fachwirt)
  • Staatlich anerkannte Abschlüsse
  • Staatlich anerkannter Techniker / Staatlich anerkannte Technikerin Fachrichtung Maschinenbau - Maschinenbautechnik oder Mechatronik

Ob Sie für einen entsprechenden Lehrgang Meister-BAföG beziehen können, ist von qualitativen, zeitlichen und persönlichen Voraussetzungen abhängig, die in den folgenden Abschnitten vorgestellt werden.
  

Liste der förderfähigen AaTeuM-Lehrgänge:

Welche Voraussetzungen muss die Fortbildung erfüllen?

  • Ihr angestrebter Lehrgang muss für Sie eine Aufstiegsfortbildung darstellen.
  • Die Fortbildung muss auf einen Abschluss vorbereiten (also z. B. auf einen IHK- oder auf einen staatlichen Abschluss), der über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen-, Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegt.
  • Bei Teilzeitmaßnahmen (dazu zählen auch Fernkurse) müssen die Lehrveranstaltungen innerhalb von acht Monaten mindestens 150 Unterrichtsstunden umfassen. Teilzeitmaßnahmen dürfen insgesamt nicht länger als vier Jahre dauern.

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Ihre berufliche Vorbildung

Sie können das Meister-BAföG beantragen, wenn Sie Handwerker oder eine Fachkraft sind. Dabei müssen Sie über eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung verfügen oder über einen vergleichbaren Berufsabschluss.

Sie besitzen keine abgeschlossene Berufsausbildung?

Sie können auch dann Meister-BAföG beantragen, wenn Sie nicht über eine abgeschlossene
Berufsausbildung verfügen. In diesem Fall brauchen Sie aber eine mehrjährige und einschlägige Berufspraxis. Diese muss fachlich zu Ihrem angestrebten Fortbildungsziel passen.

Wie viel Berufspraxis Sie nachweisen müssen: Das unterscheidet sich von Lehrgangsziel
zu Lehrgangsziel. Bitte informieren Sie sich deshalb darüber, was speziell für Sie und Ihren Lehrgang gilt. Auskunft erhalten Sie bei der Behörde, die für Ihren MeisterBAföG-Antrag zuständig ist. Das kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. In der Regel ist es deshalb empfehlenswert, wenn Sie sich zunächst an Ihr Landratsamt wenden. Zusätzlich finden Sie in dieser Broschüre eine Internetadresse sowie Telefonnummern. Dort erhalten Sie qualifizierte Informationen.

Gibt es eine Altersgrenze für die Gewährung von BAföG?

Nein, eine solche Grenze gibt es nicht.

HINWEIS:
Sie können nur dann Meister-BAföG beantragen, wenn Sie sich verbindlich zu einem entsprechenden Kurs angemeldet haben. Die Bearbeitung des Antrages bei der Behörde dauert in der Regel acht Wochen. Aus diesem Grund setzen wir Ihren konkreten Lehrgangsbeginn bei uns auf Termin.
Das heißt: Sie reichen die verbindliche Anmeldung sowie die BAföG-Antragsunterlagen bei uns ein. Ihr AaTeuM-Lehrgang startet dann acht Wochen später. Zu diesem Zeitpunkt erhalten Sie Ihre erste Lernmaterialsendung. Sollten sich Verzögerungen bei der Bearbeitung Ihres Förderantrags ergeben, geben Sie uns bitte Bescheid.

Welche finanziellen Leistungen erhalten Sie?

Sie erhalten einen Maßnahmebeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Lehrgangs und
Prüfungsgebühren, höchstens jedoch bis derzeit 10.226,– €. Auch die Kosten einer evtl. anfallenden Prüfungsgebühr müssen Sie nachweisen. Schicken Sie eine Kopie des Gebührenbescheides an die Behörde, die Ihren Meister-BAföG-Antrag bewilligt hat.

Der Maßnahmebeitrag besteht aus zwei Anteilen: einem Zuschuss von 30,5 % (diesen müssen Sie nicht zurückzahlen) und einem Bankdarlehen. Das Darlehen ist während der Fortbildung und während einer anschließenden Karenzzeit von zwei Jahren –längstens jedoch sechs Jahre – zins- und tilgungsfrei. Darüber hinaus gelten vor allem für zukünftige Existenzgründer besonders günstige Rückzahlkonditionen. Sie müssen das Ihnen zustehende Darlehen aber nicht in Anspruch nehmen.

Wie lange wird das Meister-BAföG gezahlt?

Die Dauer der Förderung richtet sich nach der Regelstudienzeit des Lehrgangs.
Teilzeitmaßnahmen (wie Fernkurse) dürfen höchstens 48 Monate dauern. Die Vertragslaufzeiten der entsprechenden AaTeuM GmbH-Kurse liegen unterhalb dieser Förderhöchstdauer.

Haben Sie einen Rechtsanspruch auf das Meister-BAföG?

Ja. Es besteht ein individueller Rechtsanspruch. Bedingung ist, dass Sie selbst sowie der Fortbildungskurs die gesetzlich geforderten Voraussetzungen erfüllen. Die wesentlichen Punkte haben wir Ihnen bereits kurz genannt.

Verbesserungen beim MeisterBAföG

  • Künftig wird nicht nur die erste, sondern eine Aufstiegsfortbildung finanziert. Außerdem erhalten alle, die eine Fortbildung bestanden haben, einen Darlehenserlass von 25 % des auf die Prüfungs - und Kursgebühren entfallenden Restdarlehens.
  • Für Fortbildungswillige mit Kindern wird der Kinderzuschlag auf 210,– € pro Kind erhöht und zu 50 % bezuschusst. Alleinerziehende bekommen zugleich einen Kinderbetreuungszuschlag von 113,–€ pro Kind und Monat.
  • Existenzgründer erhalten nach der Fortbildung bei der dauerhaften Einstellung eines neuen Mitarbeiters oder Auszubildenden einen Darlehensteilerlass von 33 %.

Erforderliche Dokumente - Anlage zu Formblatt B

Bestätigung der Zulassungsvoraussetzungen (durch die Fortbildungsstätte auszufüllen)

Bitte schicken Sie das Formblatt „Anlage zu B“ an die AaTeuM GmbH. 
Legen Sie Ihrer Sendung an die AaTeuM folgende Nachweise bei:

  • Tabellarischen Lebenslauf, eigenhändig unterschrieben
  • Kopien der Schulabschlusszeugnisse (Abschlusszeugnis von allgemeinbildenden Schulen und der Berufsschule)
  • Nachweis über eine abgeschlossene Berufsausbildung (Prüfungszeugnis bzw. Gesellenbrief)
  • Arbeitszeugnisse, sowie eine genaue Beschreibung Ihrer derzeitigen Tätigkeit durch den Arbeitgeber mit Nachweis der von Ihnen ausgeübten Position und Aufgaben im Unternehmen sowie der Dauer der Beschäftigung. (Dieser Nachweis dient zur Bescheinigung Ihrer Berufspraxis.)

Wir füllen das Formblatt aus und schicken es der prüfenden Behörde. Diese sendet es Ihnen zurück.
Danach liegen Ihnen alle drei Formblätter vor. Bitte schicken Sie diese dann komplett an die Behörde, die für die Entgegennahme Ihres Förderantrags zuständig ist.

Meister-BAföG für einen AaTeuM-Kurs beantragen

  1. Suchen Sie sich einen AaTeuM-Kurs aus, für den Sie Meister-BAföG erhalten können. Ihr Lehrgang darf höchstens 48 Monate dauern.
  2. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir unterstützen Sie beim Ausfüllen der Anträge und deren Weiterführung.

Sie haben weitere Fragen?

Umfassende Informationen zum Meister-BAföG erhalten Sie im Internet (auch Antragsformulare und zuständige Ämter) und telefonisch bei der Hotline des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:

Web: www.meister-bafoeg.info
Telefon: 0800-6223634 (gebührenfreien)

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